Gitarrenbauer in Landkern: Thomas Meid baut in der alten Bäckerei seiner Großeltern – im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat den Raum, in dem seine Familie über Jahrzehnte Brot gebacken hat, ausgeräumt und zur Werkstatt umgebaut. BakeShop Guitars – mit dieser Geschichte erklärt sich der Name von selbst.
Sein Fokus liegt auf zwei Modellen, die er bewusst nicht als Kopien versteht. Das Hommage ’59 orientiert sich an der Silhouette der Les Paul – geschwungene Decke, Single-Cut-Korpus – bricht aber an den entscheidenden Stellen mit dem Original. Das StratHommage hat Belly Cut und Armrest wie eine Stratocaster, aber eine eigene Kopfplatte und eine eigene Designsprache. Keine Lizenzkopie, kein Relicprojekt. Meid nennt sie Hommagen, weil sie genau das sind: respektvolle Neuinterpretationen, keine Imitate.
Beide Modelle bekommst du in Vintage-Nitrolack ohne Weichmacher. Wer einmal eine richtig alte Gitarre in der Hand hatte, weiß, was das bedeutet – der Lack fühlt sich anders an, reagiert anders, altert anders. Beim Hommage ’59 wählst du zwischen Mahagoni- oder White-Limba-Korpus, Ahorndecke in verschiedenen Maserungsstufen, Ebenholz- oder Palisander-Griffbrett. Beim StratHommage wahlweise Roterle oder Sumpfesche, Ahorn- oder Roasted-Flame-Maple-Hals. Inlays, Farbe, Radius – alles besprichst du mit Meid, bevor auch nur ein Brett angezeichnet wird.
Für die Pickups arbeitet Meid hauptsächlich mit zwei deutschen Herstellern: Amber Pickups und Harry Häussel. Den Pickup für seine FrankHommage – die Van-Halen-Hommage mit EVH-Optik und einem echten Quarter von 1971 im Korpus – hat Fabian Wolter von Amber nach Maß gewickelt: 14,4 kOhm Output, weil das Original genauso heiß war. Schaller-Locking-Mechaniken und ABM-Brücken auf allen Modellen.
Preise beginnen bei 2.500 Euro für den StratHommage, 3.700 Euro für das Hommage ’59. Ausstellungsmodelle bekommst du mit 25 Prozent Rabatt. Jede Gitarre wird mit einem maßgefertigten Case mit BakeShop-Logo geliefert.
Landkern liegt im Cochem-Zeller Land, Moselregion, rund eine Stunde von Koblenz. Wer den Weg auf sich nimmt, trifft Meid in der Werkstatt – in denselben vier Wänden, in denen sein Großvater Brot gebacken hat. Der Ofen steht schon lange nicht mehr da; was geblieben ist, ist der Raum und die Idee, dass man hier etwas mit den Händen macht. Von der ersten Besprechung bis zum fertig bespannten Instrument bist du dabei.