Marc Zenglein führt in Wiesbaden drei Hersteller: Paul Reed Smith, Nik Huber und Reuben Forsland von JOI Guitars. Dazu kommen Gitarren aus Privatsammlungen, wenn das Stück es verdient. Eine Custom-BTO-Taylor aus Master-Grade-Koa stand schon im Bestand, die Hölzer handselektiert von Andy Powers persönlich. Masterbuilder John Cruz von Fender hat eine ’63-Stratocaster eigens für Distinguished Guitars gebaut, mit dem Kürzel „DG11″ auf dem Neckplate. Keine Gitarren ”von der Stange”.
Der Showroom an der Biebricher Allee 14 in Wiesbaden-Südost ist gerade im Umbau. Kommen kann man nach Terminabsprache.
Ein besonderes Pfund ist der direkte Zugang zum PRS Private Stock. Marc Zenglein war 2016 bei einem Dealer-Event in London einer von elf Händlern weltweit, die das neue Live-Link-Up-Programm testen durften. Das Programm läuft als Videokonferenz direkt mit dem Private-Stock-Team in Stevensville, Maryland, live in den PRS Vault, wo das Tonholz jahrelang lagert, bevor es verbaut wird. Man sieht das Holz, fasst es an, prüft es auf Klang und stellt daraus die eigene Traumgitarre zusammen. Diesen Weg bietet Distinguished Guitars auch heute noch an, für PRS, Nik Huber und Reuben Forsland.
Wer dabei beraten wird, merkt den Unterschied zwischen Pattern Vintage und Pattern Neck, erfährt, was ein Dirty-Flame Ten Top bedeutet, und warum Mahagoni-Decke und Quilted Maple zwei grundverschiedene Instrumente ergeben.
Beim Anspielen steht ein Fuchs ODS II bereit, der Amp von Devon Allman.
Wer dasselbe Instrument woanders günstiger gesehen hat, soll Marc Zenglein fragen – er bietet an, mindestens gleichzuziehen. Bei selektiertem Private Stock und handgebauten Einzelstücken ist ein direkter Vergleich allerdings logischerweise eher selten zu finden.
Distinguished Guitars ist kein Laden für die schnelle Entscheidung. Die Standard-PRS von der Stange findet man anderswo, oft günstiger. Wer aber genau weiß, was er will, und dafür direkten Kontakt nach Maryland schätzt, ist in Wiesbaden gut aufgehoben.