Über MUSIC STORE professional
MUSIC STORE professional hat 6.000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf vier Etagen, mit hundert Fachberatern. Das vollautomatische Hochregallager ist 22 Meter hoch und hat 14.000 Palettenplätze. Online-Bestellungen sind in 20 Minuten versandfertig.
Warum MUSIC STORE auf deine Gitarren-Landkarte gehört? Du kannst hier eine Fender neben einer Gibson neben einer PRS spielen, ohne dass dir beim dritten Modell jemand genervt auf die Uhr schaut. Es gibt eine PA-Testhalle, in der du Lautsprecher unter Konzertbedingungen hören kannst. Jede einzelne Gitarre wird vor dem Versand ausgepackt, geprüft und eingestellt – mit unterschriebener Checkliste.
Arthur Sauer bringt 1960 italienische Farfisa-Orgeln nach Deutschland. Diese elektronischen Dinger waren später auf Alben von Pink Floyd, Kraftwerk und Ton Steine Scherben zu hören. Sauer baut das Vertriebsnetz auf, der Heimorgel-Boom nimmt richtig Fahrt auf. 1972 eröffnet der erste MUSIC STORE in der Bonner Straße in Köln. Der Jahresumsatz in den Siebzigern liegt bei 40 Millionen D-Mark.
Anfang der Achtziger bricht der Orgel-Markt zusammen. Bontempi übernimmt Farfisa, und die Familie Sauer muss sich neu erfinden. Sie steigen aus dem Orgel-Business aus und konzentrieren sich auf den breiten Musikalienhandel. Der Laden zieht in die Kölner Innenstadt, direkt neben den Dom. 1994 kauft MUSIC STORE das Parkhaus gegenüber und senkt die Parkgebühren für ganz Köln auf 2 DM. Marketing-Genie oder soziales Engagement? Vermutlich beides.
2011 folgt der große Schnitt. Ein Neubau in Köln-Kalk, speziell fürs Musikgeschäft konzipiert, mit Autobahnanbindung, eigenem Parkplatz und automatischem Versandlager. 2022 wurde das 50-jährige Jubiläum gefeiert – Fender, Marshall, DW und andere haben Sonder-Editionen rausgebracht. MUSIC STORE hat übrigens sogar einen Anteil an der Charterfluggesellschaft Silver Cloud Air, mit der sie Musiker zu Auftritten fliegen.
Sortiment & Spezialisierung
Das Gitarrensortiment ist riesig. Du willst eine Stratocaster? Hier hängen locker 30 verschiedene Varianten. Mexikanische Player Series für 800 Euro, amerikanische Professional für 2.000, Custom Shop für 5.000, dazu Signature-Modelle wie die Jimi Hendrix Strat in Olympic White für 1.250 Euro. Bei Gibson liegt der Schwerpunkt klar auf Les Pauls in allen Dekaden-Varianten. Die 70s Custom in Wine Red kostet 3.700 Euro, mit Nitro-Finish und Made in USA.
PRS ist mit der kompletten Palette vertreten. Zwei Beispiele: Die SE John Mayer Silver Sky in Gold Sparkle für 777 Euro. Eigentlich eine US-exklusive Farbe, aber MUSIC STORE hat sich ein Kontingent gesichert. Und die Santana Retro in Charcoal für 5.700 Euro – eine Hommage an die Pre-Factory-Ära mit Riegelahorn-Decke und handgewickelten Pickups.
Interessant ist auch die Eigenmarke Fame. Die Forum IV Modern zum 20-jährigen Jubiläum kostet 1.444 Euro und wird in Europa handgefertigt. Maserpappel-Decke, Seymour Duncan Pickups, jede ist ein Unikat. Das sind ernstzunehmende Instrumente im Mittelklasse-Segment, keine Billig-Kopien.
Was du hier allerdings nicht findest, sind staubige Vintage-Perlen aus den Fünfzigern. MUSIC STORE ist ein Vollsortimenter mit Fokus auf Neuware und aktuellem Gebraucht. Wenn du eine ’59 Burst suchst, bist du woanders besser aufgehoben. Wenn du alles andere suchst – von der 500-Euro-Einstiegsgitarre bis zur 8.000-Euro-Custom-Shop-Stratocaster – dann bist du hier richtig.
Die Preisverteilung ist durchdacht. Viel im Bereich 800–2.000 Euro (wo die meisten Käufe stattfinden), genug Premium-Zeug für Nerds und genug Einsteiger-Kram für Anfänger. Du kannst hier 300 Euro ausgeben oder 10.000 – beides funktioniert.
Highlights & Services
Setup vor dem Versand: Jede Gitarre wird vor dem Versand ausgepackt, durchgecheckt und eingestellt. Egal ob 400 oder 4.000 Euro. Saitenlage, Halskrümmung, Bundierung, Elektronik – ein Techniker unterschreibt eine Checkliste, die dem Instrument beigelegt wird. Das gehört hier zum Standard.
Gitarrenwerkstatt ohne Termin: Du kannst einfach mit deiner Gitarre vorbeikommen. Egal wo gekauft. Kein Termin nötig, keine Komplikationen. Setup, Reparatur, Umbau – die Jungs machen alles. Natürlich nicht umsonst (außer du kaufst gerade was), aber genau das ist der Vorteil. Es funktioniert einfach.
PA-Testhalle: Du kannst hier PA-Systeme unter realistischen Bedingungen hören. Europas größte Testhalle – und das stimmt tatsächlich. Willst du zwei Lautsprecher vergleichen? Kein Problem.
Online meets Offline: Der Online-Shop läuft professionell. Von Bestellung bis versandfertig vergehen 20 Minuten. Vor Ort gibt es eine Kaffeebar, ein Restaurant und mehrere Showrooms.
Custom Shop Showroom: 2016 wurde er auf doppelte Fläche erweitert. Fender Custom Shop, Gibson Murphy Lab, PRS Private Stock – alles zum Anfassen. Du willst wissen, wie sich eine 12.000-Euro-Gitarre anfühlt? Hier kannst du es rausfinden.
Was du wissen solltest
MUSIC STORE ist kein kleiner Laden mit Charme und persönlicher Note. 400 Mitarbeiter, vollautomatisches Lager, computergesteuerte Logistik. Aber die Fachberater wissen, wovon sie reden, und du kannst alles anfassen. Das funktioniert hier gut.
Die Öffnungszeiten sind praktisch. Montag bis Freitag 10-19 Uhr, Samstag 9:30-18 Uhr. Auch samstags bis 18 Uhr – das ist bei der Größe nicht selbstverständlich.
So findest du MUSIC STORE professional
Köln-Kalk, Istanbulstraße 22-26. Mit dem Auto nimmst du die A4, Ausfahrt Köln-Kalk, dann ist es ausgeschildert. Großer Parkplatz direkt am Laden, kostenlos. Mit Öffentlichen: S-Bahn bis Trimbornstraße, dann 5 Minuten zu Fuß.
Online funktioniert genauso gut: musicstore.de. Die haben auch einen soliden YouTube-Channel mit Demos und Shop-Touren, falls du erstmal digital schnüffeln willst: @musicstoreprofessional. Instagram ist auch aktiv: @music_store_professional.
Lohnt sich der Besuch? Wenn du in NRW wohnst, solltest du dir das auf jeden Fall anschauen. Allein die Größe ist sehenswert. Wenn du weiter weg bist, läuft der Online-Shop einwandfrei, und das kostenlose Setup vor Versand ist ein echtes Argument.