Während die Les Paul Standard ihre Höhen aus der Ahorndecke zieht, sitzt bei der Les Paul Custom von 1957 hier massives Mahagoni – und das ergibt einen Klang, der schwerer und dunkler ist als das, was die meisten von einer Les Paul erwarten.
1957 war das erste Jahr, in dem Gibson Humbucker in der Custom verbaut hat. Die goldenen Pickup-Abdeckungen über den Alnico-3-Magneten gehören zum Originalkonzept von damals. Das Griffbrett wurde extrem niedrig abgerichtet, und der Spitzname „fretless wonder“ blieb an diesem Modell hängen.
Der Gibson Customshop hat hier eine Historic-Reissue mit Nitrolack im Vintage-Patina-Finish und einem Hals gebaut, der mit Knochenleim eingesetzt. Das Griffbrett ist Ebenholz – es fühlt sich fester und kühler an als Palisander und reagiert direkter auf den Anschlag. Ohne Weight-Relief-Bohrungen ist das Instrument oft schwerer als neuere Les Pauls. Nicht jedoch das angebotene Exemplar: mit 4,01kg ist dies ein Leichtgewicht für eine Les Paul Custom.
Das Exemplar kommt über den Gibson Demo Shop auf Reverb und ist als Demo-Einheit ausgewiesen, mit einem Preis deutlich unter dem regulären Custom-Shop-Neupreis. Es gibt gerade 20%, so dass die Gitarre bei etwas über 4.000€ liegt.