1969 kaufte Jimmy Page eine 1959er Les Paul Standard von Joe Walsh und daraus wurde das Instrument, das man heute schlicht „Number One“ nennt. Es ist die Gitarre auf dem Stairway-to-Heaven-Solo, auf Whole Lotta Love, auf Heartbreaker – die meisten Aufnahmen, die Led Zeppelin zu dem gemacht haben, was sie sind, entstanden mit dieser einen Gitarre.
Gibson Custom hat 2004 genau dieses Instrument repliziert, in einer Auflage von 150 Stück weltweit. Tom Murphy hat jedes Exemplar einzeln von Hand gealtert, mit Lackabrieb an den richtigen Stellen, durchscheinender Holzmaserung und Hardware mit echter Patina. Murphy-Aged-Stücke aus dieser frühen Custom-Shop-Phase werden im Sammlermarkt deutlich anders gehandelt als die späteren VOS-Varianten desselben Modells.
Der Hals wurde nachträglich abgeschliffen, genauso wie Page es beim Original hatte machen lassen, und ist deutlich schlanker als ein Standard-’59-Profil. Die Push/Pull-Elektronik öffnet außerdem den Out-of-Phase-Sound, diesen charakteristischen hohlen, leicht nasalen Klang, den man auf Aufnahmen wie „Heartbreaker“ hört und der diese spezielle Schaltung benötigt. Die originalen Potis liegen noch im Case, die Gitarre läuft auf einer Cream Tone Harness.
Bei TFOA in Dedemsvaart gibt es das gute Stück als Konsignation, aus privater Hand. Das Zertifikat ist dabei, der Zustand laut Händler „exzellent“. Der Preis ist natürlich ordentlich!