Beim Gibson Demo Shop ist derzeit eine Les Paul Standard 60s Plain Top in Classic White gelistet – eine der Sonderfarben, die Gibson für diese Serie aufgelegt hat. Wer genug hat vom üblichen Burst-Look, wird sich hierüber vielleicht freuen.
Das Instrument bringt 4,43 Kilogramm auf die Waage, vollständig aus Mahagoni und ohne Weight Relief. Das Plain-Maple-Top trägt keinen Verlauf oder Maserung, der Lack ist Glanznitro. Das Halsprofil folgt dem SlimTaper der 60er, der Sattel aus Graph Tech misst 43 Millimeter, das Indian-Rosewood-Griffbrett hat zwölf Zoll Radius. Die 60s Burstbucker sind handverdrahtet mit Audio-Taper-Pots und Orange-Drop-Kondensatoren.
Das Exemplar ist Baujahr 2023 und läuft als Demo-Unit. Die dokumentierten Mängel umfassen Lackblasen auf dem Rücken nahe der Zarge und am Spiegel der Kopfplatte, leicht angelaufene Bünde und einen Demo-Stempel auf der Kopfplattenrückseite. Spieltechnisch ändert keiner dieser Punkte etwas. Ein professionelles Setup der Gibson-Techniker ist bereits erledigt, Hardcase und Demo-Zertifikat liegen bei. Der Preis ist um rund zwanzig Prozent rabattiert.
Classic White hat im Les-Paul-Kontext eine eigene Geschichte. Gibson experimentierte in den späten 50ern und frühen 60ern mit Custom-Farben, zum Teil als Reaktion auf den Erfolg farbiger Fender-Modelle. Eine Plain Top ohne Sunburst in dieser Farbgebung ist nicht so häufig – nicht weil das Modell rar wäre, sondern weil die Mehrheit der Käufer den typischen Burst-Look bevorzugt.
Wer eine spielbereite Standard 60s sucht und mit dokumentierten Lackfehlern leben kann, findet hier ein Instrument mit Koffer und Nachweis.