Diese Gibson Les Paul Junior TV Yellow stammt vom Gibson Demo Shop auf Reverb, einem Shop, über den Gibson Instrumente verkauft, die auf Messen oder in Showrooms gespielt wurden oder geringe Mängel haben. Das Modell wurde 1954 als Budget-Gitarre für Schüler eingeführt, ohne Binding, ohne Verzierungen, mit einem einzigen P-90. Dass sie binnen weniger Jahre auf professionellen Bühnen und in Studios landete, hatte mit eben diesem minimalistischen Ansatz zu tun. Das Signal läuft von einem Pickup direkt in den Verstärker, ohne Schalter, ohne zweite Spule.
Der Stempel „Demo“ auf der Rückseite der Kopfplatte ist Teil des Deals, wenn man über den Gibson Demo Shop kauft. Die Gitarre wurde 2025 produziert und als Vorführmodell eingesetzt. Die dokumentierten Mängel sind ausschließlich kosmetischer Natur – Lackriss unter dem Sattel auf der Bassseite, leicht unsaubere Griffbrettkante am 8. und 9. Bund, angelaufene Brücke. Jedes Instrument läuft vor dem Versand durch das professionelle Demo-Shop-Setup, Hardcase und COA sind dabei.
Der P-90 Dog Ear ist direkt in die Mahagoni-Decke eingelassen, kein Pickup-Rahmen, nur Pickup und Holz. Audio-Taper-Potis mit Orange-Drop-Kondensator geben ihm seinen vollen Regelbereich, von sauber und durchsetzungsfähig auf halber Stufe bis kantig und leicht komprimiert auf 10. Die Wraparound-Brücke ist ein einzelnes Stück Metall, keine Feinstimmer, keine Saitenreiter. Das 50s-Halsprofil misst 0,86 Zoll am ersten Bund und 0,98 am zwölften – spürbar voller als aktuelle Standardprofile.
TV Yellow, kein Schlagbrett, kein Binding – dieses Bild hat sich seit 1954 nicht verändert. Den Farbton nennt man TV Yellow, weil er auf Schwarzweiß-Fernsehern besonders gut zur Geltung kam; heute ist er einfach die Junior-Farbe. Mit 2,83 kg ist das Instrument trotz massivem Mahagoni-Korpus leicht. Hardcase und Demo-Shop-COA sind im Lieferumfang.