Das Sideways Vibrola gehört wohl eher zu den Fehlkonstruktionen der Gitarrengeschichte. Gibson hat sie in den frühen Sechzigern in die SG eingebaut, was sie nicht gerade stimmstabil gemacht hat. Jake Kiszka spielt seit seiner Jugend eine SG aus genau dieser Ära. Er nennt sie The Beloved, hat mit ihr alle Greta Van Fleet-Platten eingespielt und reist bis heute damit.
Für das neue Signature-Modell hat Gibson das neu aufgelegt Vibrola verwendet, das mechanisch stillgelegt ist (wie auch schon bei der Marcus King ES-345). Der Arm ist weg, nichts bewegt sich mehr. Was bleibt, ist die Optik – das asymmetrische Tailpiece-Profil, das diese frühen SGs so unverwechselbar macht. Kiszka hat darauf bestanden, weil es sein Signatur-Modell so wie das Original aussehen lässt. Klanglich ändert das blockierte System die Saitenauflage minimal, was etwas mehr Sustain bringt.
Der Hals ist eine weitere Anpassung. Kiszka wollte ihn so schlank wie möglich. Wer eine aktuelle SG Standard in der Hand hatte, wird den Unterschied sofort merken. Die Nitrolackierung in Faded Vintage Cherry ist absichtlich dünn gehalten, um schön zu altern.
T-Type-Humbucker statt PAFs, Orange-Drop-Kondensatoren in der Schaltung, ein Graph-Tech-Sattel.
Das Modell ist limitiert, Linkshandversion gibt es keine. Ein Exemplar, das direkt lieferbar ist, gibt es bei Zoundhouse in Dresden.